Schweizerischer Nationalfonds fördert Basler Forschung zur Bandscheibenregeneration mit CHF 880'000
Olga Krupkova, PhD, Head Scientist der Disc Research Group am Departement Biomedizin (DBM), Universität Basel, und Prof. Dr. Arne Mehrkens, Leitender Arzt Spinale Chirurgie am Universitätsspital Basel, erhalten vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) einen Forschungsgrant in Höhe von CHF 880'000 zur Weiterentwicklung einer innovativen Zelltherapie für degenerierte Bandscheiben.
2026-10-29, 12:00 Uhr
Chronische Rückenschmerzen sind häufig mit degenerativen Veränderungen der Bandscheiben verbunden. Während bisherige Behandlungen vor allem auf die Linderung der Beschwerden abzielen, verfolgt das Basler Forschungsteam einen regenerativen Ansatz: Mithilfe körpereigener Knorpelzellen aus der Nasenscheidewand soll geschädigtes Bandscheibengewebe biologisch wiederhergestellt werden.
Im Zentrum des SNF-geförderten Projekts steht die Weiterentwicklung von Injectable Tissue-Engineered Cartilage (I-TEC), einem injizierbaren Zellprodukt, das die Regeneration des Bandscheibenkerns ermöglichen soll.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Patientinnen und Patienten zu welchem Zeitpunkt am meisten von dieser Therapie profitieren könnten. Mithilfe modernster Technologien, darunter Einzelzell-Transkriptomik und bildgebende Verfahren, untersucht das Forschungsteam, unter welchen biologischen Bedingungen die Zellen ihre regenerative Wirkung optimal entfalten können.
Parallel dazu werden die Herstellung des Zellprodukts nach pharmazeutischen Qualitätsstandards (GMP) optimiert und die Voraussetzungen für eine erste klinische Studie geschaffen.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung einer minimalinvasiven, personalisierten Behandlung der Bandscheibendegeneration, die bei geeigneten Patientinnen und Patienten zukünftig aufwendigere chirurgische Eingriffe möglicherweise vermeiden könnte.